Die Situation der Krankenpflegeschule von Mugonero in Kibuye hat sich plötzlich verändert. Die Regierung hat beschlossen, deren Status zu ändern. Künftig kann die dreijährige Diplomvorbereitung nicht mehr durchgeführt werden. Die Schule wird somit fortan eine allgemeine Ausbildung, Stufe 2, anbieten. REACH Schweiz hat ADRA Ruanda, seinen einheimischen Partner, informiert, dass sie die Schulbesuche der Jugendlichen, die bereits am Programm 2006 teilnehmen, weiterhin finanziert. Diejenigen Jugendlichen, die ihre Ausbildung abgeschlossen oder im Jahre 2006 aufgegeben haben, werden indessen nicht ersetzt. 22 (der Grossteil hat soeben die Ausbildung begonnen) anstelle von 55 Jugendlichen werden jedoch im Jahre 2007 durch REACH Schweiz unterstützt. Sie werden auch in den nächsten Jahren unterstützt, sofern sie ihr Schuljahr erfolgreich abschliessen.
REACH Schweiz unterstützt im Zentrum Kibidula die landwirtschaftliche Schule.
Freiwillige Helfer haben in diesem Zentrum verschiedene Maurer- und Schreinerarbeiten ausgeführt. Mehrere Freiwillige verbrachten dort im Jahr 2006 eins bis drei Monate. Einer von ihnen, Fritz Alt, hat das Erlebte dermassen geschätzt, dass er sich entschlossen hat, andere Helfer auf diese Möglichkeit aufmerksam zu machen.
So kamen am 1. Februar 2007 17 Freiwillige, Männer und Frauen aus der Deutschschweiz, für eine dreiwöchige Mission nach Kibidula.
Das Zentrum hat sich sehr schnell in einen wahren Bienenschwarm verwandelt. Die Helfer haben nicht nur die Lokalitäten in Stand gestellt, sondern vor allem auch eine Rampe fürs Reservoir gebaut. Dieses Reservoir wird die Bauernhöfe, welche die Schüler der landwirtschaftlichen Schule beherbergen werden, mit Wasser ver-sorgen. REACH Schweiz dankt all diesen Männern und Frauen ganz herzlich. Sie haben ihre Zeit dafür eingesetzt und waren mit Leib und Seele am Projekt beteiligt; ein Projekt, das für die Region Mafinga so wichtig ist. Wir hoffen, dass auch andere Leute versucht sind, ähnliche Erfahrungen zu machen.
(Weitere Informationen: http://www.kibidula.org/Newsletter/2007-1.pdf).
Anlässlich der letzten Versammlung hat der leitende Ausschuss der REACH Schweiz ent-schieden, die operative Führung des Projekts Kinderdorf von Slima in der Ukraine nicht zu übernehmen. Die Projektführung wurde REACH von ADRA Österreich vorgeschlagen. In der Tat, die Ukraine ist politisch ein unstabiles Land, worin die administrativen Entscheide extrem langsam gefällt werden. Im Weiteren galoppiert die Inflation. Als kleinste Hilfsorganisation kann sich REACH Schweiz nicht erlauben, Projekte zu unterstützen, deren Leitung sich als delikat erweisen könnte und welche die Anwesenheit von Schweizer Experten erfordert; in diesem Land, welches sehr gierig nach menschlichen und finanziellen Ressourcen ist.
Trudy Steinmeier, Projekt-Leiterin Thailand und Ihr Ehemann Walter haben vom 10. Januar bis 22. April 2007 im Projekt REACH in Thailand gearbeitet. Hier ein Echo ihrer Mission.
Das Leben in den Lagern hat sich nicht wesentlich verändert. Die Flüchtlinge hoffen, dass sich die Lage eines Tages verbessern wird, wissen aber den Zeitpunkt nicht. Mehrere unter ihnen, die in ihr Heimatland zurückkehrten, haben aufs Neue die Grenze überquert, da ihr Leben bedroht war. Oftmals haben sie erneut Hab und Gut verloren.

Gewisse Länder wie Schweden, Norwegen, Dänemark, Australien, die Vereinigten Staaten und Kanada haben sich bereit erklärt, kleine Kontingente von Flüchtlingen aufzunehmen. Indessen kennt niemand wirklich die Selektionskriterien: gewisse Flüchtlinge werden an-erkannt, andere nicht. Die meisten von ihnen wissen nicht einmal, welches Land sie auf-nehmen wird. Keine leichte Sache, sich auf die Abreise vorzubereiten. Die Flüchtlinge würden lieber in ihr eigenes Land zurückkehren, wenn sich die politische Situation verbesserte.

Diese Situation kann natürlich Konsequenzen für die Kinder haben, die von REACH unter-stütz werden. Seien Sie nicht erstaunt, wenn das Kind, welches Sie als Pate unterstützen, nicht mehr da ist und Ihnen sofort ein anderes Kind vorgeschlagen wird. In der Tat warten sehr viele Kinder auf Hilfe. REACH Schweiz dankt Ihnen für Ihr Verständnis betreffend dieser Änderungen.
Trudy und Walter Steinmeier sind jederzeit gerne bereit, Ihre Fragen zu beantworten.

Das Haus in Kanechu wurde fertiggestellt. Leider sind die Betten nicht rechtzeitig angeliefert worden, so dass die Kinder ihren Schlafsaal noch nicht beziehen konnten. Diese unerwartete Situation erlaubte es Trudy und Walter, das Gebäude zu kontrollieren und überall Lampen zu installieren. Also, aus etwas Unangenehmen kann Gutes entstehen.

Trudy und Walter versuchen also, die Probleme auf ein Minimum zu reduzieren, dies ist jedoch mit viel Arbeit verbunden. All jene, die bereits in anderen Breitengraden gearbeitet haben, wissen, wovon sie sprechen. So mussten ihre Pläne geändert werden. Da in dieser Gegend die Fachleute rar sind und die Sachkenntnis - wie sie Europäer erwarten - nicht vor-handen ist, muss man kühlen Kopf bewahren, viel Humor aufbringen und vor allem keine Angst haben, selbst Hand anzulegen, um solche Situationen zu meistern. Die Handwerker sind trotz allem sehr korrekt und führen ihre Arbeit nach bestem Wissen aus. Diese Verspätung erlaubte es Trudy und Walter, die letzten Arbeiten auszuführen, indem sie Kleiderhaken, Seifenschalen, Vorhänge und Moskitonetz etc. montierten.

Die Arbeiten rund ums Haus sind in vollem Gange. Wir liessen das Land an drei Stellen ausebnen, damit wir Spielplätze einrichten können. Dass der Hang zwischen Haus und grossem Spielplatz in der Regenzeit nicht weggeschwemmt wird, gibt es eine Abstützung, die später begrünt werden kann. Einen Spielplatz werden wir mit einem Fliess-Schattendach versehen. Das ist nötig, damit dieser Platz auch in der Sommerzeit benützt werden kann. Die Bäume, die hier stehen, verlieren in der heissen Jahreszeit ihre Blätter.

Man darf sagen, dass der Schlafsaal und die unmittelbare Umgebung sehr schön geworden sind. Für 72 Kinder wird hier ein Zuhause geboten. Zwei Wohnungen sind für die Verantwortlichen bestimmt. Die Einweihung wird nach den Mai-Ferien stattfinden. Wir sind sehr dankbar, dass dieses Projekt realisiert werden konnte. Möglich wurde dies durch private Spenden und durch Einnahmen, welche freiwillige Gruppen auf Märkten realisiert haben. Dafür danken wir ihnen herzlich.